| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2194-1823.2009.40 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2194-1823 |
| Ausgabe / Jahr: | 40 / 2009 |
| Veröffentlicht: | 2009-04-01 |
Die vorliegende Ausgabe von Fremdsprache Deutsch widmet sich einem Thema, das in der gegenwrtigen Fachdiskussion ber eine zeit- und zielgerechte Entwicklung schulisch-institutioneller (Sprach-)Bildungsangebote eine beraus zentrale Rolle einnimmt. Die Rede ist von Content and Language Integrated Learning (CLIL), also vom integrierten Sprachen- und Fachlernen.
Das Colegio Alemn Alexander von Humboldt in Mexiko-Stadt produziert einen Film ber Deutschsprachigen Fachunterricht.
Ein Beispiel. An einer norwegischen Berufsschule (gastronomischer Zweig) lernt die Berufsschulklasse im Unterricht das Servieren und die Zusammensetzung der Speisekarte. Dies berrascht natrlich wenig, da man solche Aktivitten problemlos mit dem spteren Berufsalltag der Schlerinnen und Schler verbindet. berraschend ist jedoch, dass dieser Unterricht auf Deutsch stattfindet.
Wohl jeder Lehrer kennt die stndigen Klagen ber unzureichende Sprachkompetenzen der fremdsprachigen Schler im Fach Deutsch. Unzufriedenheit kann man allerdings nicht nur von den Deutschlehrern hren, mit hnlichen Problemen haben auch die Kollegen in ihrem Fachunterricht zu kmpfen. Natrlich hat es an der Deutschen Schule Lissabon (DSL), wie wohl auch an den anderen Auslandsschulen, in den vergangenen Jahren sowohl im Fach Deutsch als auch im deutschsprachigen Fachunterricht (DFU) viele Versuche gegeben, die Deutschkompetenzen der Schler zu steigern. Trotz vielfltiger methodischer Bemhungen ist uns der groe Wurf jedoch bisher nicht gelungen.
Traditionell hat die Deutsche Schule Santiago einen Zweig fr Deutsch-Muttersprachler (D-Zug), in dem der Unterricht von der 1. bis zur 12. Klasse ausschlielich auf Deutsch erfolgt und vier weitere Zge, in denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Im D-Zug sind die aus Deutschland entsandten Lehrkrfte eingesetzt. Im Jahr 2005 wurde deutschsprachiger Fachunterricht (DFU) systematisch fr den E-Zug eingefhrt; dabei handelt es sich um einen Zug mit Ergnzungssprachlern, die verstrkt Deutsch als Fremdsprache lernen.
Die traditionelle Didaktik zog klare Grenzen zwischen den Fchern und bevorzugte Methoden, die die Fcher voneinander abgrenzten. Zum Glck hat sich in den Unterrichtsmethoden vieles gendert, und obwohl wir noch einige Schritte von der idealen Schule entfernt sind, gibt es im polnischen Schulwesen viele Beispiele fr die Vermittlung von fcherbergreifenden Kompetenzen und vernetztem Wissen im Lernprozess.
Dieser Artikel befasst sich mit Fachunterricht, der in deutscher Sprache fr Lerner mit nicht-deutscher Muttersprache erteilt wird. Zielgruppen sind sowohl Schlerinnen und Schler mit Migrationshintergrund in Deutschland als auch solche, die Deutschsprachigen Fachunterricht (DFU) an bilingualen Schulen auerhalb Deutschlands erhalten. Dazu braucht es einen Unterricht, der sich bewusst auf Fach- und Spracharbeit einlsst, sowie Lehrkrfte, die die damit verbundenen Probleme und Lsungsstrategien kennen.
Das Unterrichten von Sachfchern in einer Fremdsprache ist ein dynamisches Reformprojekt innerhalb der schulischen Praxis in vielen Teilen Europas und Ungarn bildet dabei keine Ausnahme. Die Aktualitt des bilingualen Unterrichts entstand durch den wachsenden Bedarf an Sprachenkenntnissen, hervorgerufen durch die Vernderungen innerhalb Europas.
Wenn sie den Anspruch der Praktikabilitt einlsen wollen, haben Lehrerfortbildungsveranstaltungen zielgerichtet die Unterrichtspraxis der Teilnehmer im Visier; idealerweise werden die in Seminaren eingesetzten Module in der laufenden Unterrichtsentwicklung erarbeitet und nach der Verwendung in Lehrgngen und Seminaren erneut im (eigenen) Unterricht erprobt. Der folgende Beitrag zeigt auf, wie diese Prinzipien in einer Fortbildungsreihe am OPEKO, dem Staatlichen Institut fr Lehrerfortbildung und Unterrichtsentwicklung in Tampere, Finnland, umgesetzt wurden.
Die deutsche Sprache und deutscher Sprachunterricht haben in Australien eine lange Geschichte. Zum einen ist Australien seit dem 19. Jahrhundert Ziel deutscher Einwanderer, zum anderen gehrte das Deutsche neben dem Franzsischen traditionell zur Schulausbildung an weiterfhrenden Schulen. Dieser Beitrag stellt nun eine zeitgenssische Entwicklung vor: den Deutschsprachigen Fachunterricht in ausgewhlten Schulprogrammen sowie dessen pdagogische und soziale Position im heutigen Australien.
Bezieht man Kunst oder Musik in den fremdsprachlichen Deutschunterricht ein, dann werden inhaltliche und didaktische Aspekte aufgegriffen, die blicherweise dem Kunst- oder Musikunterricht vorbehalten sind. Fr den Einsatz der klassischen Musik zeichnen sich zwei wichtige Aufgabenbereiche ab. Sie dient erstens der Frderung von Spracherwerbs-, Sprachrezeptions- und Sprachproduktionsprozessen (Quast, 1996, 107-114) und sie wird zum zweiten sehr oft als Sprech- und Schreibanlass eingesetzt.
Als im Oktober 2005 das Projekt CLILiG startete, begann unter den Projektteilnehmenden eine lebendige Diskussion darber, was CLILiG berhaupt sei. Die Bestandsaufnahme in den teilnehmenden Lndern hatte zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Anstze, Unterrichtsbeispiele, Materialien und auch Bezeichnungen zu Tage gefrdert. Der Begriff CLILiG wurde sodann im Rahmen des Projekts als Oberbegriff fr die verschiedenen Anstze zur Verbindung von Sprachen- und Sachlernen angesehen, als ein flexibles Modell, das sich fr unterschiedliche Unterrichtssituationen und -kontexte, Lernergruppen bzw. Lernstufen adaptieren und einsetzen lsst.
Ohm, Udo / Kuhn, Christina / Funk, Hermann: Sprachtraining fr Fachunterricht und Beruf Fachtexte knacken mit Fachsprache arbeiten, Waxmann, Mnster 2007, 192 Seiten, ISBN 1861 4108, 19,90 .
Die Sprachen der Erde lassen sich danach einteilen, welche ihrer Nominalausdrcke einen Plural bilden. Hat eine Sprache berhaupt den Plural, dann bildet sie ihn auf jeden Fall beim Personalpronomen mit Sprecherbezug (ich wir), danach fr den Adressaten (du ihr), es folgen die Pronomina der 3. Person (er sie, mancher manche, viel viele ), dann Bezeichnungen fr Verwandtschaft, fr Personen, fr Belebtes und schlielich fr Nichtbelebtes. Offenbar ist die Mehrheit umso wichtiger, je hher das Bezeichnete in der sog. Belebtheitshierarchie steht.
Kommentiert von K. Haataja, Rolf Kruczinna, Dieter Wolf und Rainer E. Wicke
+++ CLIL +++ CLILiG +++ CLIL-DaF vs. CLIL-DaZ +++ Methoden im CLILiG bzw. DFU +++ Deutsche Auslandsschulen +++ Deutschsprachiger Fachunterricht (DFU) +++ Fcherbergreifender DaF-Unterricht +++ Verzahnung von DaF und DFU +++ Sprachimmersion +++
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